Social Media auslagern: Wann sich professionelle Unterstützung für Unternehmen lohnt

Social Media beginnt in vielen Unternehmen nebenbei. Jemand aus dem Team übernimmt Instagram oder Facebook und veröffentlicht gelegentlich Beiträge. Mit der Zeit steigen jedoch die Anforderungen: Inhalte sollen regelmäßig erscheinen, Fotos und Videos hochwertig sein und der gesamte Auftritt soll zum Unternehmen passen.

Dann stellt sich die Frage: Social Media auslagern oder weiterhin intern betreuen? Die Entscheidung hängt vor allem von drei Faktoren ab: verfügbaren Ressourcen, vorhandenem Know-how und der Bedeutung von Social Media für das Unternehmen.

Social Media umfasst mehr als Postings

Was Nutzerinnen und Nutzer auf Social Media sehen, ist nur das Endergebnis. Dahinter stehen Themenplanung, Foto- und Videoproduktion, Bearbeitung, Texterstellung, Veröffentlichung und laufende Betreuung. Zusätzlich sollten Ergebnisse analysiert werden, um zu erkennen, welche Inhalte die gesetzten Ziele unterstützen.

Ein einzelner Beitrag ist schnell veröffentlicht. Einen Unternehmensaccount langfristig strukturiert und mit einer einheitlichen Kommunikation zu betreuen, erfordert dagegen Zeit und entsprechende Kenntnisse. Hinzu kommt die notwendige Kontinuität: Werden Kanäle über längere Zeit kaum gepflegt, lässt sich nur schwer ein wiedererkennbarer Auftritt aufbauen.

Wann interne Betreuung sinnvoll ist

Eine interne Lösung kann gut funktionieren, wenn eine Person ausreichend Zeit für Social Media hat, das notwendige Wissen mitbringt und klare Verantwortlichkeiten definiert sind.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen den Betrieb, seine Leistungen und aktuelle Entwicklungen besonders gut. Dadurch können Informationen schnell aufgegriffen und authentische Einblicke umgesetzt werden. Besonders sinnvoll ist die interne Betreuung deshalb, wenn Social Media als klarer Aufgabenbereich eingeplant und nicht nur zusätzlich übernommen wird.

Schwierig wird es, wenn die zuständige Person bereits mit anderen Aufgaben ausgelastet ist. Unternehmen sollten deshalb nicht nur fragen, wer die Kanäle betreuen könnte, sondern ob diese Person dauerhaft die notwendigen Kapazitäten dafür hat.

Wann lohnt es sich, Social Media auszulagern?

Unregelmäßige Veröffentlichungen, fehlende Ressourcen für Foto und Video oder ein Auftritt ohne klare Linie können Anzeichen dafür sein, die bisherige Organisation zu überdenken.

Auch das erforderliche Fachwissen spielt eine Rolle. Plattformen und Formate entwickeln sich weiter. Wer einen Unternehmensaccount betreut, sollte deshalb nicht nur Inhalte erstellen, sondern auch beurteilen können, welche Formate für die jeweiligen Ziele geeignet sind und wie Ergebnisse einzuordnen sind.

Ob dieses Know-how intern aufgebaut oder externe Unterstützung genutzt wird, hängt vom Unternehmen ab. Entscheidend ist, welche Variante langfristig sinnvoll und effizient umgesetzt werden kann.

Auslagern bedeutet nicht, die Kontrolle abzugeben

Eine externe Betreuung sollte nicht dazu führen, dass ein Social-Media-Auftritt seine Persönlichkeit verliert. Das Unternehmen bleibt die wichtigste Quelle für Fachwissen, Leistungen und aktuelle Entwicklungen.

Die Aufgabe der externen Betreuung besteht darin, diese Informationen in eine passende Kommunikation zu übersetzen. Dafür sollten zu Beginn Ziele, wichtige Themen, Tonalität sowie Abstimmungs- und Freigabeprozesse definiert werden.

Sind diese Grundlagen geklärt, können viele Aufgaben eigenständig umgesetzt werden, während der Auftritt weiterhin zum Unternehmen passt. Regelmäßige kurze Abstimmungen können außerdem sicherstellen, dass aktuelle Entwicklungen berücksichtigt werden, ohne dass für jeden einzelnen Beitrag ein aufwendiger Freigabeprozess notwendig ist.

Wo professionelle Unterstützung Mehrwert schafft

Gerade für KMU lohnt sich die Frage, welche Aufgaben intern erledigt werden müssen und wo externe Expertise sinnvoll eingesetzt werden kann.

Social-Media-Expertin Nathalie Mitteregger von nm.social unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Social-Media-Aktivitäten. Je nach Bedarf übernimmt sie unter anderem Fotografie, Video, Content Creation, strategisches Posting und die laufende Betreuung der Kanäle.

Durch ihre berufliche Vergangenheit in der Gastronomie kennt sie zudem Arbeitsbereiche, in denen für zusätzliche Marketingaufgaben häufig wenig Zeit bleibt. Ihre Betreuung ist deshalb darauf ausgerichtet, sich unkompliziert in bestehende Abläufe integrieren zu lassen.

Ein weiterer Vorteil einer externen Perspektive: Themen und Besonderheiten, die für das Unternehmen längst selbstverständlich sind, können für Außenstehende besonders interessant sein. Diese Ansätze zu erkennen und für Social Media aufzubereiten, ist ein wichtiger Teil professioneller Betreuung.

Was sollte vor dem Auslagern geklärt werden?

Bevor Unternehmen ihr Social Media Management auslagern, sollte feststehen, welche Unterstützung tatsächlich benötigt wird. Manche Betriebe benötigen hauptsächlich Foto- und Videoproduktionen, andere möchten Planung, Content Creation und Veröffentlichung vollständig abgeben.

Wichtige Fragen sind deshalb: Welche Aufgaben sollen übernommen werden? Wie häufig wird neuer Content benötigt? Wer liefert aktuelle Informationen? Wie funktionieren Abstimmungen und Freigaben? Und anhand welcher Ziele wird die Zusammenarbeit bewertet?

Eine passende Betreuung orientiert sich nicht am größtmöglichen Leistungsumfang, sondern am tatsächlichen Bedarf des Unternehmens. Klare Zuständigkeiten helfen dabei, Doppelarbeit zu vermeiden und sorgen dafür, dass sowohl intern als auch extern bekannt ist, wer welche Aufgaben übernimmt.

Social Media auslagern oder selbst betreuen?

Die Entscheidung lässt sich auf drei zentrale Fragen reduzieren: Haben wir ausreichend Zeit? Besitzen wir das notwendige Know-how? Und können wir Social Media dauerhaft in der gewünschten Qualität betreuen?

Sind diese Voraussetzungen vorhanden, kann eine interne Lösung gut funktionieren. Fehlen dagegen Ressourcen oder Fachwissen, kann es sinnvoll sein, Social Media auszulagern.

Externe Betreuung ersetzt dabei weder das Wissen noch die Persönlichkeit eines Unternehmens. Sie sorgt vielmehr dafür, dass diese Stärken strukturiert und kontinuierlich nach außen kommuniziert werden.